Nach den Vorschlägen der Labyrinth-Redaktion überarbeitete Präambel:

 

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter der gemeinnützigen

Sozialpsychiatrischen Gesellschaft Niederberg mbH verpflichtet

sich zur Achtung der Würde psychisch erkrankter Menschen

sowie aller Menschen mit psychischer Problembelastung.

Ferner zum Engagement für ihr Recht auf Erhalt oder Wieder-

erlangung sozialer und beruflicher Teilhabe, eines selbst-

bestimmten Lebens sowie der Steigerung der Lebensqualtität.

(Stand Januar 2020)

 

Bisher (Stand März 2019):

Jede/r MitarbeiterIn der Sozialpsychiatrischen Gesellschaft Niederberg mbH verpflichtet sich zur Achtung der Würde des psychisch leidenden Menschen, zum Engagement für sein Recht auf Erhalt oder Wiedererlangung gesellschaftlicher Integration und eines selbstbestimmten Lebens.

Vorschlag der Labyrinth-Redaktion:

Jede/r MitarbeiterIn der Sozialpsychiatrischen Gesellschaft Niederberg mbH verpflichtet sich zur Achtung der Würde des Menschen mit psychischer Problembelastung. Ferner zum Engagement für sein Recht auf Erhalt oder Wiedererlangung gesellschaftlicher Integration und eines selbstbestimmten Lebens, sowie der Steigerung der Lebensqualität.

Habt Ihr gewusst, dass die SGN eine Präambel hat? Ich auch nicht...bis sie in die Labyrinth-Redaktion hineingereicht wurde, mit der Bitte zu überprüfen, ob sie noch zeitgemäß sei. Einige von Euch werden sich jetzt fragen: Was ist eine Präambel? Eine Präambel ist ein Leitsatz oder Leitmotto, oft Verträgen oder öffentlichen Dokumenten vorangestellt (siehe die deutsche Verfassung). Nach kontroversen Diskussionen haben wir aus einem Satz zwei gemacht und das Wort “leiden“ zunächst durch „psychisch krank“ ersetzt. Ja, bei dem Wort “leiden“ schieden sich die Geister. Einige – unter anderem auch ich – fanden es unglücklich gewählt, da Leiden ein akuter, anhaltender Zustand ist und oftmals auch negativ belastet. Andere hingegen sagten: Diese Beschreibung trifft es gut, phasenweise habe ich wirklich unter meiner Erkrankung gelitten. Doch auch dies gefiel nicht jedem. „Klient“ wurde genauso verworfen wie „Menschen in einer psychischen Not/Schieflage“. Oder auch nicht. Es gab jedenfalls einige Wortwechsel, wobei jeder eine andere Meinung vertrat. Wo hingegen wir uns wieder einig waren mit der Ergänzung von Lebensqualität. Letztendlich ist es nachfolgender Satz geworden.

(aus der Labyrinth 1/2019 Valeska Böhm)